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aktualisiert am 22. Juni 2010 12:17 | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| Diese kurzen, in der ersten Eile entstandenen, thematischen Ausführungen erheben keinen Anspruch auf Vollständigkeit. Sie sollen zunächst nur einem ersten besseren Verständnis meiner ungewöhnlichen Deutung des Wählervotums dienen. Nachfragen können Sie unter Feedback. | |||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
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deren Ursache meines Erachtens bislang nicht wirklich erkannt wurde und von den politischen Entscheidungsträgern seither auch nicht entsprechend berücksichtigt wird. Aber sie hält sich, wie die NRW-Wahlen zeigen, hartnäckig und wird allmählich gefährlich. Nach diesem Wahlergebnis wird über alles und jedes geredet, nur nicht über das wirkliche Votum des Souveräns (4), nämlich allem gegenteiligen Anschein und inhaltlichen wie emotionalen Differenzen und fehlendem Sitz zum Trotz:
WARUM? |
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| 1. Was geschah damals? - eine Konstante von 2002-2010 | |||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
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Einem Ergebnis meiner Beobachtungen in 2002
zufolge, haben nur CDU und GRÜNE damals
in Sachen Menschenwürde und
freiheitlicher Demokratie ein ausreichend starkes Stehvermögen bewiesen und
stellen somit in Aussicht, dieses wichtigste der Fundamente
guter Politik auch in Zukunft zu bewahren. Nur äußerst selten gibt es die Gelegenheit, des Ist -Zustandes eines Volkswillens im Gesamt auch anhand von konkreten Zahlen in etwa gewahr werden zu können. Das ist der Fall, wenn für die Demokratie grundlegende Gesetze namentlich und ohne Parteizwang abgestimmt werden. Eine solche, auch inhaltlich einmalige Gelegenheit gab es am 30. Januar 2002 dem Tag, an dem die landesweite Stammzelldebatte durch die Bundestagsabstimmung zum Abschluss kam. Das Stimmverhalten am Ende der langen Debatte war so, dass zu meiner Verwunderung nur die CDU und die GRÜNEN in dieser so grundsätzlichen Frage freiheitlicher Demokratie, nämlich die der Würde des Menschen, hier in Gestalt seines uneingeschränkten Schutzes vom Moment der Empfängnis an, Stehvermögen gezeigt und parteiintern, zwar auch nicht geschlossen, aber doch in großer Mehrzahl für das Leben von Anbeginn gestimmt haben. Die SPD stimmte in großer Mehrzahl dagegen und die FDP bis auf eine rühmliche Ausnahme sogar geschlossen dagegen. Das war ein Alarmzeichen für die Stabilität unserer Demokratie. Dass die entsprechende Gesetzesvorlage dann dennoch durch einen schnöden Verwaltungstrick des Bundestages nicht und stattdessen der aktuelle halbherzige Gesetzentwurf zum Zuge kommen konnte, sprach eigentlich schon Bände. Das spiegelte bereits die Tatsache wieder, dass keine Partei geschlossen für die einzige gesunde Grundlage freiheitlicher Demokratie gestimmt hat. >> zu Menschenwürde und Demokratie mehr unter (5)
Inwieweit das halbherzige Ergebnis dann tatsächlich für das ganze Volk repräsentativ war, muss zwar offen bleiben, doch haben die darauffolgenden Bundestagswahlen 2002 genau das zahlenmäßig bestätigt. Das Wahlergebnis war genau prozentual ähnlich zu der Stimmabgabe bei der Stammzelldebatte. D.h. nur die, die dort mit ihrer Stimme Stehvermögen für die Menschenwürde gezeigt hatten, CDU und GRÜNE waren stimmenmäßig die Wahlsieger. Alle anderen hatten Stimmen verloren. Das war äußerst bemerkenswert. Ebenso bemerkenswert war, dass diese parteiübergreifende 'Fraktion' dann dennoch keine Regierung bildete, obwohl es möglich gewesen wäre. (An dieser Stelle muss ich meine erste eilige Textfassung korrigieren, in der ich aus der Erinnerung heraus schrieb, dass es für Schwarz-Grün zu einer Regierungsbildung nicht ohne gelb reichte. Es reichte doch, zwar knapp, aber ein Politikwechsel wäre schon damals möglich gewesen. ) Dass damals eine SPD zu weniger als die Hälfte für Demokratie und Leben gestimmt hatte war gleich gewichtig übel, wie die Tatsache, dass eine "C"-Partei nicht geschlossen dafür gestimmt hat.... also quasi PATT!... und so hat es sich auch im Wahlergebnis gezeigt. Aber trotz Stimmenzuwachs und Mehrheit der integren demokratiestarken Parteien gegenüber allen anderen, bildeten diese nun keine neue Regierung. Warum? Weil sich beide großen Parteien, - in meinen Augen recht undemokratisch - vorher wie üblich, je zusätzlich in den entscheidenden Fragen auf just den falschen kleineren Koalitionspartner festgelegt hatten. Nämlich auf Seiten der CDU, auf die kleine Partei, die die Schwäche der großen, die neoliberalen Tendenzen, zusätzlich vergrößert und in ihr durch die bioethische Haltung die Stabilität der Menschenwürde und Demokratie schwächt - wie sich ja inzwischen auch konkretisiert hat - und bei der SPD auf den kleineren Partner, der prozentual zu schwach wäre, die große Schwäche der SPD in Sachen Bioethik auszugleichen. Hätten Schwarz-Grün sich zusammengerauft, wäre die Lösung hingegen optimal gewesen: hätte ein Wachstum dieser Kräfte in Aussicht gestanden. Stattdessen gab es seither nun die Konstante in allen Wahlen, die mehr oder weniger das Ergebnis der Stammzellabstimmung tradiert, weil die Parteien ihre Ursache nicht erkannt und bei den zugehörigen Koalitionsentscheidungen folglich auch nicht berücksichtigt haben. Es sollte von daher niemanden wundern, dass ab da bei den nächsten Bundestagswahlen linksradikale Kräfte in den Plenarsaal und rechtsradikale in Landesparlamente Einzug hielten. Radikalität und wachsende Gewaltbereitschaft ist für eine Demokratie in keiner Weise eine förderliche Antwort auf fehlende Standfestigkeit im Guten, aber eben sie ist, das lehrt auch die Geschichte, ein untrügliches Symptom für das schwächer werdende Gute im Lande. Die Geschichte der Demokratie ist noch relativ jung und zeigt, dass derlei aggressive Reaktionen, die die Not nur verschärfen, noch lange nicht überwunden sind. So konnten diese radikalen Kräfte im Schatten der neuerlichen Demokratieschwäche sogar in Gestalt einer neuen Partei Raum gewinnen, deren radikaler Flügel jetzt stetig Regierungsbildungen erschwert. Die radikalen Kräfte und Parteien nehmen nur dann zu, wenn die wahren Fundamente der Demokratie von den vorhandenen Volksparteien nicht mehr ausreichend getragen werden. Dann müssen sich die restlichen in ihnen neu zusammentun. Und das wäre in diesem Fall, wenn man das signifikante Ergebnis von 2002 zugrunde legt, allem Anschein zum Trotz auch wenn diese Konstellation jetzt nur noch mit Gelb möglich ist. Angesichts des Zuwachses der Grünen wäre dann aber dennoch wenigstens innerhalb der Regierung das Fundament noch stark genug. Darauf kann man aufbauen. In keiner anderen Konstellation wäre das so. Wenn man davon ausgeht, dass die politische Klasse ein guter Querschnitt des Volkes ist, dann signalisiert auch die Tatsache, dass Zweierkoalitionen kaum mehr gelingen und ein absolutes PATT sich wiederholt, Demokratieschwäche in den Grundsatzfragen und ein fehlendes zugehöriges integres Verhalten von Seiten einer wachsenden Mehrheit. Wie will Deutschland, wie will Europa, wie will der gesamte Westen die momentane Krise überwinden, wenn es mit dem Fundament nicht mehr stimmt? Doch man schwimmt nach wie vor mehr oder weniger auf einer emotionalen Oberfläche der Wahlergebnisse. Ein
Prominenter behauptete vor Jahren einmal in einer TV-Sendung , dass es wissenschaftlich
erwiesen sei, dass Wahlergebnisse auf emotionaler Ebene entschieden würden.
Vielleicht hätten das einige Leute sehr gerne. Schließlich ließe sich die emotionale Ebene
ja auch prima medial manipulieren,
wie ja schon längst bei Wahlen praktiziert. Doch das ist unter dem Strich |
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| 2. das wahre Wählervotum - ganzheitlich gesehen | |||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
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Diese kurzen, in der ersten Eile entstandenen,
thematischen Ausführungen erheben keinen Anspruch auf Vollständigkeit.
Sie sollen zunächst nur einem ersten besseren Verständnis meiner
ungewöhnlichen Deutung des Wählervotums dienen. Nachfragen können Sie
unter Feedback. ________________
Zwar kann sich in acht Jahren viel verändern und wäre es von daher eine
Frage, ob das Verhältnis auch heute noch so zutrifft, doch das
Verblüffende ist, dass meine Deutung des wahren Wählervotums
von 2002 sich seither letztlich in
allen Wahlen bestätigt hat. Besonders diese NRW-Wahlen
haben mich mit ihrer erneuten Bestätigung endgültig wach gerüttelt
und veranlasst, jetzt doch und mit etwas mehr Nachdruck darauf aufmerksam zu
machen. Die Parteien übersehen, dass der Souverän, in dem Moment, in dem er das Kreuzchen auf den Stimmzettel setzt, sobald er also quasi unisono mit allen BürgerInnen im Dienst an der Demokratie eine Handlung vornimmt, mehr ist, als ein unbedeutendes Individuum aus 80 Millionen eines Volkes, das scheinbar nur in der Summe der vielen Bedeutung erlangt. Er bringt vielmehr auch das Volk als ein Ganzes mit sich an die Urne. Gleichsam wie eine Person mit einem Geist und einer Seele prägt das Volk als Ganzes im Moment der Wahl das Verhalten eines jeden Individuums in Entsprechung zu dem Ist-Zustand des Gesamten entscheidend mit. Es hat sich wiederholt gezeigt, dass all das, was die Parteien zwecks Wählerfang mit Rücksicht auf die Wählerwünsche und -stimmung unternahmen, oder was durch Medien, Wahlprognosen und Wahlversprechen vor den Wahlen emotional losgetreten wurde, zwar Auswirkung auf die Wechselwählerschaft hatte und auf alles, was vor der Wahl, also über dem Strich passierte, nicht aber auf das, was am Wahltag unter dem Strich als tatsächliches Wahlergebnis zutage trat. Letzteres jedenfalls rangelte sich all die Jahre auffallend entlang der Not, im Volk eine ordentliche Mehrheit zustande zu bringen. Pattsituationen waren nicht selten. Das zeigt deutlich, dass es einen Zusammenhang gibt, der von den Parteien nicht berücksichtigt wird. Rein rechnerisch kann man gewiss etliche Gründe für die konstant in Frage gestellte tragfähige Mehrheit einer Partei oder Koalition finden. Etwa dass die neue fünfte Partei die Gewichte verschoben hat und Stimmenmehrheit für Zweierkonstellationen kaum mehr möglich werden. Die Frage, warum die großen Volksparteien schrumpfen, wird auch immer mal wieder gestellt. Aber das alles scheint doch eher zweitrangig zu sein. Bei der Deutung des Wählervotums kann man nicht einfach
nur den Stimmenzuwachs oder -verlust als Grundlage nehmen. Die Nichtwähler
und die tatsächliche am Wahltag entstehende Mehrheitsfähigkeit zur Regierungsbildung
gehören
grundlegend dazu. Vor allem aber gehört der Souverän dazu. >>
mehr dazu unter (4) Seit 2002 geht es jedenfalls abwärts. In NRW nun schafft es Schwarz-Grün schon nicht mehr alleine. Man kann es sehr wohl als einen Segen des Himmels betrachten oder als seine blinkende rote Warnlampe, die man unbedingt beachten sollte, wenn nun eine so exakte Patt Situation in NRW eine auf leichtem Wege zu erlangende stabile Mehrheit in altem Trott verhindert und man deshalb gezwungen ist, nachzudenken und sich ganz neu zusammen zu raufen. Man bedenke wie exakt - auch zu meinem Erstaunen - dieses Wahlergebnis meine Deutung seit 2002 bestätigt. Damit ist NRW jedenfalls, was die Zahlen betrifft, unter Berücksichtigung der aktuellen Befindlichkeit der Parteien letztlich gezwungen, sich diesem grundlegenden Wählervotum zu stellen, wenn es auch nach wie vor alle Freiheit hat, es mit der entsprechenden Regierungsbildung auch nicht zu berücksichtigen. Wir werden dann aber auch die Konsequenzen tragen müssen. Werden wir nicht gleichsam mit der Nase drauf gestoßen, ohne gezwungen zu werden? Es
soll mal einer sagen, der Souverän würde nicht mitwählen, denn: NRW hat die einmalige Chance zu beweisen, dass die momentane Krise des sogenannten zivilisierten Westens nicht zuerst materieller Art ist, sondern einer im Geiste empfindlich schwächer werdenden Demokratiefähigkeit entspringt. Der Moment der Wahl spiegelt jedenfalls im Endergebnis nicht allein den Willen des Individuums innerhalb der Summe der vielen, sondern auch den Willen des Volkes als einem Ganzen wieder, siehe auch (4) eben wie in einer alle erfassenden Person, mit der jedes Individuum im Geiste und durch seinen je individuellen Geist existentiell und aktiv verbunden ist. Dadurch offenbart sich im Moment der Wahl eine grundlegende Gesamtbefindlichkeit, nämlich das Kräfteverhältnis von Gut und Böse im Gesamt des Volkswillens zu diesem Zeitpunkt, anders gesagt, die seelische Fähigkeit des einen gesamten Volksgeistes zur Beständigkeit im Guten, an deren Kräfteverhältnis alle aktiv beteiligt sind. Diese Fähigkeit ist die unverzichtbare Grundlage eines freiheitlichen Miteinanders in einer Demokratie. Wenn keine stabile Regierung zustande kommt, signalisiert das, dass auch das momentane Kräfteverhältnis dem Guten keine ausreichende Beständigkeit verleihen kann. Es ist dabei tröstlich zu wissen, dass diese grundlegende Beständigkeit eines gesamten Volkes weder vor der Wahl noch zu irgend einer anderen Zeit mit Prognosen etc. erfasst werden kann und kein Wahlprogramm, keine Diktatur und keine Art von Manipulation auf den aktuellen Zustand dieser Beständigkeit im gegenwärtigen Augenblick Zugriff hat, auch nicht das Individuum selber. Das allerdings hat die Möglichkeit und Verantwortung in freier Entscheidung seinen eigenen Anteil zu prägen. Wie auch immer der Einzelne an der Urne entscheidet, die Wahrheit des Volkes als ein Ganzes findet ihren Weg in das Wahlergebnis. Wahlen sind an erster Stelle der Barometer dieses tieferen Ist - Zustandes eines Volkes, seiner Fähigkeit als ein Ganzes grundsätzlich im Guten zu beharren. Sie spiegeln im Moment der tatsächlichen Stimmabgabe das wahre Stehvermögen im Kräfteverhältnis zwischen GUT und BÖSE in der Gesamtheit des Volkes wieder. Massenmanipulationen, wie etwa durch die Medien, wirken sich bei Wahlkämpfen auf der emotionalen Ebene aus. Ihr Einfluss auf das tatsächliche Handeln des Einzelnen ist vorübergehend. Es kann die Prognosen stark beeinflussen, wie sich gezeigt hat, aber in der Wahlkabine, also im Endergebnis, landet der Einfluss letztlich nicht. Meinen Beobachtungen zufolge bestimmt der Innere grundlegende Konsens im Guten oder Bösen das zahlenmäßige Endergebnis einer Wahl. Das muss wesentlich stärker berücksichtigt werden und darauf sollte man die anderen Ziele aufbauen. Die Wahl- und Parteiprogramme sind ja grundsätzlich keine Anweisungen, wie der Mensch Gut und Böse unterscheiden und sich für das Gute stark machen kann. Diese Fähigkeit kann man also nicht einfach an einzelnen Parteien in ihrem Gesamt festmachen. Alle haben beides in sich. Ausschlaggebend wäre das je eigene interne solche Kräfteverhältnis. Das aber steht nicht zur Wahl, kann sich also nicht im Stimmenzuwachs oder Verlust der jeweiligen Partei wiederspiegeln. Es lässt sich letztlich überhaupt nicht einfangen, man kann es bestenfalls an bestimmten Symptomen ablesen. Jeder Einzelne ist gefragt, seinen Teil zu tun. |
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| 3. Wahlkampfkultur - alte Kriege in neuem Gewand? | |||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
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Diese kurzen, in der ersten Eile
entstandenen, thematischen Ausführungen erheben keinen Anspruch auf
Vollständigkeit. Sie sollen zunächst nur einem ersten besseren
Verständnis meiner ungewöhnlichen Deutung des Wählervotums dienen.
Nachfragen können Sie unter Feedback. Zunehmend wird die ganze Wahlkampfkultur
von diesem Irrtum, einer Überbewertung der emotionalen Ebene der
Wahlkämpfe bestimmt, weshalb diese immer mehr, fern jeder ernsthaften
inhaltlichen Auseinandersetzung in kriegerische Wahlkämpfe abdriften. Mit
dem Ergebnis, dass es auch mit einer tragfähigen Regierungsmehrheit bei
aller Anstrengung der einzelnen Gruppierungen im Wechsel mit
Patt-Situationen seither stetig bergab geht. Denn was erlebt man in der Folge der schwächer werdenden freiheitlich demokratischen Kräfte in jüngsten Wahlkämpfen? Das kriegerisch aggressive Potential gewinnt neu an Fahrt, wird blindlings -
und zwar in allen Parteien - z.B. von Parteislogans wieder salonfähig
gemacht. Sich im Wahlkampf gegen Personen oder Parteien festzulegen, ist Krieg und
nicht inhaltlicher Wettstreit. Es wird zwar betont, dass es
einem um Inhalte geht, aber im gleichen Atemzug wird kriegerisch gegen Personen und Parteien vorgegangen. Es wird Zeit, dass wir diesbezüglich erwachsen werden. Die einseitig emotionale Aufheizung der öffentlichen Stimmung trägt leider nicht dazu bei, derlei Kinderschuhe hinter sich lassen zu können. Es ist ein falscher Umgang mit den Gefühlen, der die Einseitigkeit hervorruft und der im Grunde dieselbe Wurzel hat, wie die zunehmende Demokratieschwäche, nämlich die Ignorierung eines autarken Geistes im Menschen, der dem Verstand vorgeschaltet ist. Doch auch der Verstand ist umgekehrt dem Geist vorgeschaltet. Wichtig ist dabei, dass wir es mit zwei Instanzen in uns zu tun haben. (Dazu in Kürze weitere Gedanken.) |
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| 4. Der Souverän - wer ist das? | |||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
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Diese kurzen, in der ersten Eile
entstandenen, thematischen Ausführungen erheben keinen Anspruch auf
Vollständigkeit. Sie sollen zunächst nur einem ersten besseren
Verständnis meiner ungewöhnlichen Deutung des Wählervotums dienen.
Nachfragen können Sie unter Feedback. Dass dieses Wählervotum
seither leider immer noch nicht erkannt und berücksichtigt wird, hat meinen
Beobachtungen zufolge mit einem weit verbreiteten Irrtum zu tun, der den
wahren Souverän betrifft,
der bei jedem Bürger an der Wahlurne mitwählt und das tatsächliche
Wahlergebnis, nicht den Stimmenzuwachs oder -verlust der einzelnen Parteien,
fernab vorheriger Prognosen und gefühlter Sieger oder Verlierer
entscheidend prägt. Der Souverän ist beides. Er verkörpert in seinem Geist den Bürger als Individuum und gleichzeitig das Volk als eine Einheit, gesehen als ein personales Ganzes, ein alle verbindender Geist mit einer gemeinsamen Seele, eine höhere Existenz, mit der alle Individuen eines Volkes auf einer höheren Bewusstseinsebene existentiell verbunden sind. Neue naturwissenschaftliche Erkenntnisse legen solche Zusammenhänge nahe. Eine Gesellschaft handelt immer auch gleichzeitig als eine Einheit, doch gilt das besonders konkret in Bezug auf Wahlen, die ganz offenkundig ein nicht alltägliches, quasi synchrones Handeln des Volkes sind. Das auf einer höheren gemeinsamen Existenzebene gelebte grundsätzliche Kräfteverhältnis einer Gesellschaft oder Gruppe gegenüber Gut und Böse, welches von Augenblick zu Augenblick neu errungen werden muss, schlägt sich selbständig und konkret in gemeinschaftlichen Aktionen, wie z.B. den Wahlen, nieder. Hier findet nicht einfach eine Summierung statt. Wahlen spiegeln vielmehr sehr ehrlich dieses aktuelle grundlegende Kräfteverhältnis einer Gesellschaft wieder, weil unmittelbar an der Wahlurne immer auch eine eigene, vom Einzelnen unabhängige homogene Aussage der Gruppe als ganzer mitwirkt. Der Einzelne hat auf diese Gesamtaussage nur insofern Einfluss, als er zuvor auf seinen eigenen Umgang mit Gut und Böse Einfluss hat. Hier allerdings hat er höchst verantwortlichen Einfluss.
Vielleicht kann man es in Kürze so zusammenfassen: Ohne dass es uns bewusst wäre, leben wir alle in hoher Bewegung drei Existenzweisen gleichzeitig. Nennen wir sie so: die Ich -Existenz, die Ich-Du Existenz und die Wir-Existenz. Vereinfacht gesagt: Sobald ich auf das Du zugehe, lebe ich nicht mehr nur das Ich. Vielmehr baue ich eine Ich-Du Beziehung auf, lebe in schnellem Bewusstseinswechsel mit meiner Ich-Existenz in meiner Ich-Du Existenz. Wenn zwei oder drei gemeinsam etwas tun, leben sie in eben solchem schnellen Wechsel je gleichzeitig in ihrer Wir-Existenz, die bei verbindlicher, freiheitlicher Zusammengehörigkeit ein gemeinsames höheres Sein ausmacht, an dem sie also je existentiell Anteil haben und es vorrangig in seinem Umgang mit Gut und Böse mit verantworten. Dieses höhere Sein ist mehr als die bloße Summe der zwei oder drei. Und dieses ist nur dann wirklich beständig im Guten, wenn es sich im Gesamt ausreichend zu Gottes Geist hin öffnet, ihn in sich einlässt, aus ihm seine Kraft zum Guten holt, ob nun explizit oder unausgesprochen. Es gibt folglich in jeder zusammengehörigen Gruppe, in diesem Fall einem Volk, eine innere Verbindung auf dem Wege über diese Wir-Existenz. Die darauf beruhende, übergeordnete gemeinsame Existenz vollzieht sich im Individuum unabhängig von seinem individuellen Verstand sehr selbständig auf einer höheren, geist-seelischen Bewusstseinsebene. Entscheidend ist, dass dieses höhere, gemeinsame Sein in das Leben des Individuums hineinwirkt, der Einzelne aber umgekehrt auf das höhere Sein in seiner Einheit keinen direkten Zugriff hat, außer den seines individuell verantwortlich gestalteten Anteils. Mithin spiegelt das gemeinsame höhere Sein unverfälscht und unmanipulierbar das Verhältnis der Standfestigkeit im Guten der vielen einzelnen Individuen. Dieses höhere gemeinsame Sein ist in einer Art körperweitem zweiten Gehirn auf Zellkernebene auch leibhaftig in uns verankert, aber das Verstandesbewusstsein des Einzelnen mit Sitz im Gehirn hat zu diesem körperweiten Zellgehirn keine biologisch automatisierte Verbindung. Das bedeutet, da wir auf dieses höhere gemeinsame Sein in seiner Ganzheit keinen materiellen Zugriff haben, ist auch technische Manipulation nicht möglich. Allerdings sind auf bioenergetischer Basis einige andere Massenmanipulationen möglich.
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| 5. Würde des Menschen - neue Unsicherheiten? | |||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
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Diese kurzen, in der ersten Eile entstandenen,
thematischen Ausführungen erheben keinen Anspruch auf Vollständigkeit.
Sie sollen zunächst nur einem ersten besseren Verständnis meiner
ungewöhnlichen Deutung des Wählervotums dienen. Nachfragen können Sie
unter Feedback. Der Konsens in so
grundlegenden Fragen wie der Menschenwürde,
ist das einzig tragfähige Fundament für eine gute Regierungsarbeit in einer
Demokratie. Nur auf solchem gesunden geistigen und seelischen Fundament
können den Regierungen auch für alle weiteren, zumal globalen Probleme
gute Lösungen in den Sinn kommen und werden sie Gott und die Menge der
einfachen Menschen auf ihrer Seite haben. Zwar legen die Artikel des Grundgesetzes demokratische Grundrechte wie Freiheit, Gleichheit, Selbstbestimmung etc. fest, aber der Konsens in dem dort verankerten § 1 des absoluten Vorrangs der Menschenwürde z.B. wird heute wieder mal empfindlich in Frage gestellt und muss folglich auf ganz neue Füße gestellt werden. Dieser schwankende freiheitlich demokratische Boden trat 2002 in der landesweiten Stammzelldebatte deutlich hervor und hat mit einem zentralen Punkt der Menschenwürde zu tun, der seit geraumer Zeit durch die Naturwissenschaften wieder in Frage gestellt wird. Der konstant knapp oder gar nicht mehrheitsfähige Ausgang aller Wahlen in den darauf folgenden Jahren belegt das wackelig gewordene demokratische Fundament. Solche Attacken auf die Fundamente der freiheitlichen Demokratie finden immer wieder neu ihre Wege. Diesmal geschieht es heimlich von hinten herum am Grundgesetz vorbei, nachdem man gemerkt hat, dass es mit einer Grundgesetzänderung nicht zu machen sei.
Es geht um den Beginn des menschlichen Lebens. Da das Grundgesetz dem Menschen uneingeschränkten Schutz zusichert, macht man es kurzerhand anders herum und verlegt wider besseres Wissen einfach den Zeitpunkt des Beginns menschlichen Lebens. Sprich die erste Stammzelle nach der Verschmelzung von Ei und Samen sei, so suggeriert man, noch kein ganzer Mensch. Die ganze lange Debatte kann ich jetzt hier nicht aufzeigen. Kurz gesagt, die Forschung biegt sich den Beginn des menschlichen Lebens zurecht. Anders lässt sich nicht erklären, wie es sein kann, dass so viele Abgeordnete sich mittlerweile von den Wissenschaften haben breit schlagen lassen. Für freiheitliches Miteinander ist der Schutz der Würde des Menschen in der Tat unerlässliche Voraussetzung. Wo der eine Mensch den anderen Menschen als Objekt sieht, das er beherrschen, an dem er experimentieren kann, ist es mit der Freiheit und einer gesunden Gesellschaft, beruhend auf dem Miteinander gegenseitiger Liebe vorbei. Das Ergebnis wäre auf Dauer im Grunde eine Hölle. Die Menschheit, nicht zuletzt das 20. Jahrhundert, kennt viele Katastrophen, die schon eintraten, weil diese menschheitliche Lebensgrundlage zu sehr missachtet wurde. Wir müssten es eigentlich allmählich begriffen haben und sollten nicht wieder in so etwas hineinrutschen. Aber wir sind, ohne es zu ahnen, schon wieder gefährlich ins Schlingern geraten. Seitdem die Naturwissenschaften mit dem Vorstoß in die DNA nun erstmals das Heiligtum der Entstehung menschlichen Lebens beschritten haben, stoßen wir an den eigentlichen Kern der so verletzlichen Menschenwürde, den autarken Geist eines jeden Menschen. Unser Leben ist, auch wenn wir kein sehendes Auge dafür haben, voll des ganz anderen, unverfügbaren, autarken Geistes, verankert in der Materie, aber autark und diese tragend. Unser Geist trägt und formt uns und nicht umgekehrt unser Leib formt unseren Geist. Eine Verankerung, die nicht in der Hand des Menschen liegt. Noch keiner hat bislang künstliches Leben geschaffen, auch Craig Venter mit seinem neuen Experiment nicht. Überhaupt gibt es auch schon vom Begriff her kein 'künstliches Leben'. Leben ist Leben und es ist deshalb Leben, weil es nicht künstlich, also nicht von Menschenhand gemacht ist. Folglich kann es auch nicht zum experimentieren frei gegeben werden. Die Menschenwürde gewährleisten und schützen heißt deshalb allem voran, diesen autarken Geist im Menschen schützen, ihm den erforderlichen Lebensraum gewähren und sich entfalten lassen. Denn der Geist formt unseren Leib in jedem Augenblick neu und erhält ihn in seiner Integrität und Stabilität. Für genau diese Zusammenhänge gibt es neueste Erkenntnisse aus den Wissenschaften. Die Art und Weise wie der Mainstream der zeitgenössischen Forschung mit der Stammzelle umgeht, ist äußerst beunruhigend und eine alarmierende Aussage darüber, wie riskant Wissenschaften heute erneut mit der Lebensgrundlage und Würde des Menschen umgehen. Nämlich wie sie mit der Welt des Geistes umgehen. Denn hier liegt der eigentliche Haken. Die immer neue alte Tragödie, die an dieser Stelle äußerst gefährlich wird. Etwas anderes ist es, wenn man Wege sucht, den Menschen schon im embryonalen Zustand zu heilen, wenn Krankheiten schon vorab zu erkennen sind. Ihn aber zu Forschungszwecken systematisch zu zeugen und zu töten, wird sich rächen. Der Arbeiter am Fließband muss sich doch auch , um einigermaßen zu überleben, Kraft seines Geistes das Leben so ziemlich anders vorstellen, als es die immer gleiche, öde Handbewegung acht Stunden am Tag und mehr suggeriert. Sollte man nicht erst recht von Wissenschaftlern erwarten können, wenn sie täglich mit den drögen Stammzellen in der Petrischale hantieren, dass sie sich, ohne mit den Augen sehen zu können, darüber im Klaren sein können, was sie da vor sich haben und dass sie sich doch besser den medizinisch ohnehin sichereren adulten Stammzellen zuwenden sollten, als neues menschliches Leben zum Objekt zu machen. Jüngste Erkenntnisse über die DNA aus anderen naturwissenschaftlichen Disziplinen als der Molekularbiologie legen nahe, dass Hochachtung vor der Welt des Geistes, wie sie in der DNA verankert ist, dringend angesagt ist. Auch Hirnexperimente belegen, dass unser Geist frei und autark unserem Verstand vorgeschaltet ist. Es ist, wie immer auch hier eine Frage der Interpretation der Experimente.
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Das Fundament der Demokratie wackelt inzwischen nicht nur hierzulande schon gewaltig. Der ganze sogenannte zivilisierte Westen muss sich neu besinnen. Nur wenn sich seine noch vorhandenen, aber empfindlich schwächer werdenden freiheitlich demokratischen Stützen zusammentun, kann die Demokratie wieder stark werden. Den Rest wird man dann mit Gottes Segen und einer guten Portion gegenseitiger Achtsamkeit und Klugheit schon auch hinbekommen. Die kommenden Jahre werden für die Demokratie noch eine große Herausforderung werden. Das braucht gesunde Fundamente. Wenn keine stabile Regierung zustande kommen kann, egal durch welche Einflussfaktoren, dann, so haben meine Wahlbeobachtungen ergeben, zeigt das, dass auch ein stabiles Verhältnis von Gut und Böse, also ein ausreichend größeres Stehvermögen im Guten für den Erhalt freiheitlicher Demokratie in den bis dahin vertrauten Koalitionen zu schwach geworden ist. Und dann wird notwendig, dass sich die im Guten Standfesten im Lande neu sortieren und in neuen Koalitionen zusammentun. Zwar wählt gewiss kein Volk freiwillig Diktatur, doch leider versteckt diese sich in einer Demokratie in der Regel recht täuschend hinter demokratischem Vokabular und Outfit, sodass in allen Parteien hohe Aufmerksamkeit gefordert ist. Zurücklehnen ist nicht angesagt. Die einfachen Bürger, die acht Stunden und mehr am Tag arbeiten müssen, haben doch gar keinen Freiraum, sich so eingehend etwa mit den Ursachen der momentanen Finanzkrise und anderen global verursachten Problemen oder üblen Massenmanipulationen zu beschäftigen, um aufgrund eigenen Wissens richtig wählen zu können. Sie müssen auf ihre Intuition und auf Politiker vertrauen können. Letzteres können sie aber nur, wenn diese selber die freiheitlich demokratischen Grundlagen verteidigen und dies erkennbar machen. Wenn darüber nicht immer wieder klar und deutlich gesprochen wird, schwindet das Kernwissen und mit ihm das Vertrauen und verliert der Kern an Bedeutung und werden die Menschen unsicher, ohne dass bewusst wird, warum. Längst weiß man, wie man Demokratien von innen her mit Tricks, also an der Freiheit vorbei, in Diktaturen umwandeln kann. Solche Manipulationen funktionieren aber nur bei 'schlafenden' Bürgern, womit gemeint ist, wenn im allgemeinen Bewusstsein die Grundrechte nicht mehr ausreichend verstanden, getragen und verteidigt werden, schläft ein Volk einen gefährlichen Schlaf. Eine solche geistige Umweltverschmutzung ist weitaus verheerender als die ökologische. Denn mit der Zeit schwindet dann die Fähigkeit, den Wolf im Schafsfell unterscheiden zu können. Und dann sind wir wieder in unserem alten Dilemma und können uns bald von unserer, über Jahrhunderte so hart errungenen Freiheit verabschieden. |
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